Umfrage: Eltern wollen mehr Kinderschutz im Netz

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Umfrage: Eltern wollen mehr Kinderschutz im Netz

Ein Großteil der Eltern in Deutschland wünscht sich einer Umfrage zufolge mehr Kinder- und Jugendschutz im Netz. Die meisten Mütter oder Väter haben nach eigenen Angaben schon einmal mitbekommen, dass der Nachwuchs online schlechte Erfahrungen gemacht hat. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Eltern berichtet in einer repräsentativen Befragung, die das Deutsche Kinderhilfswerk am Montag veröffentlichte, von einem „übermäßigen Medienkonsum“ ihres Kindes oder von Erfahrungen mit Kettenbriefen, Mobbing, Gewaltdarstellungen oder Pornografie.

Das Kinderhilfswerk forderte vor diesem Hintergrund schärfere Regeln für in- und ausländische Anbieter von Anwendungen, Spielen und Online-Inhalten. Die große Mehrheit der Eltern unterstützt das: 93 Prozent sind für härtere Strafen für Anbieter bei Verstößen gegen den Kinder- und Jugendschutz im Netz. Ebenso viele Eltern sprechen sich dafür aus, dass der Zugang zu bestimmten Medieninhalten durch eine verlässliche Altersprüfung beschränkt werden sollte – oft reicht im Netz nur der Klick auf einen „Ich bestätige, dass ich älter als 18 bin“-Button.

Der Umfrage zufolge bekommen es Kinder und Jugendliche besonders oft mit Kettenbriefen oder sogenannten Challenges zu tun (30 Prozent). In diesen wird den Empfängern beispielsweise gedroht, dass schlimme Dinge passieren, wenn sie die Nachricht nicht weiterleiten oder wenn sie eine bestimmte Aufgabe nicht erfüllen. Einen „übermäßigen Medienkonsum“ ihrer Kinder beklagen 28 Prozent der Eltern. Jeder fünfte Minderjährige hat nach Angaben seiner Eltern schon Erfahrungen mit „ungeeigneten Inhalten“ wie Gewalt oder Pornografie gemacht.

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